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Durchfall bei Babys richtig behandeln – Ein Notfallratgeber für Eltern

Durchfall bei Babys kann selbst erfahrene Eltern in Alarmbereitschaft versetzen. Plötzlich verändert sich der Stuhl Ihres Kindes, wird häufiger und flüssiger – eine Situation, die besonders nachts oder unterwegs für Verunsicherung sorgt.

Fast jedes Baby erlebt in seinen ersten Lebensjahren mindestens eine Episode mit Durchfall. Obwohl meist harmlos, können die Folgen bei Säuglingen schneller ernst werden als bei Erwachsenen. Besonders die Gefahr der Austrocknung beunruhigt viele Eltern zurecht.

In diesem Notfall-Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Durchfall bei Ihrem Baby erkennen, was Sie sofort tun können und wann ein Arztbesuch unumgänglich ist. Mit dem richtigen Wissen können Sie ruhig und sicher handeln, wenn Ihr Kind betroffen ist.

Was ist Durchfall bei Babys?

Der kindliche Stuhlgang unterscheidet sich grundlegend von dem Erwachsener. Im ersten Lebensjahr verändert sich der Stuhl eines Babys mehrmals und gibt wichtige Hinweise auf seine Gesundheit. Doch wann spricht man eigentlich von Durchfall und wie erkennt man ihn?

Typische Anzeichen im Vergleich zum normalen Stuhl

Mediziner sprechen von Durchfall (Diarrhö), wenn der Stuhlgang plötzlich deutlich häufiger auftritt und flüssiger oder weicher ist als normal. Bei jedem Kind ist die Beschaffenheit und Häufigkeit des Stuhlgangs individuell verschieden. Daher sind besonders plötzliche Veränderungen ein wichtiges Warnsignal.

Typische Anzeichen für Durchfall bei Babys sind:

  • Plötzlich häufigerer Stuhlgang als üblich

  • Sehr weiche bis wässrige Konsistenz

  • Übelriechender oder säuerlicher Geruch

  • Veränderung der Farbe oder Schleimbeimengungen

  • Gereizte Haut im Windelbereich

  • Zusätzlich: Trinkschwäche, Müdigkeit oder Unruhe

Gesunder Stuhl kann je nach Nahrungsaufnahme in Farbe, Geruch und Konsistenz stark variieren. Ein normaler Stuhl kann durch bestimmte Faktoren vorübergehend dünnflüssiger werden, etwa wenn eine Milchnahrung gewechselt wird, die Zähne durchbrechen, weniger Beikost gegessen wird oder das Kind bei Hitze viel trinkt.

Unterschiede zwischen Still- und Flaschenkindern

Zwischen gestillten und mit Flasche ernährten Babys bestehen deutliche Unterschiede beim Stuhlgang. Gestillte Säuglinge haben naturgemäß einen weicheren Stuhl, der mehrfach täglich auftreten kann und eine senfgelbe Farbe hat. Er riecht meist mild und nach süßlicher Buttermilch. Bei ihnen ist Durchfall manchmal schwerer zu erkennen, weil ihr Stuhl ohnehin flüssiger ist. Ein Anzeichen für Durchfall bei Stillkindern ist, dass die Stuhlfrequenz plötzlich stark zunimmt oder der Geruch ungewohnt streng wird.

Im Gegensatz dazu produzieren Flaschenkinder meist festeren, hellbraunen bis grünlichen Stuhl – und das in geringerer Frequenz. Ihr Stuhl riecht bereits vor der Breizeit intensiver. Durchfall beim Flaschenkind erkennt man daran, wenn über mehrere Mahlzeiten hinweg flüssiger Stuhl auftritt.

Nach drei bis vier Wochen verändert sich oft die Häufigkeit des Stuhlgangs: Von einmal täglich bis einmal in sieben Tagen ist alles normal, solange das Baby entspannt wirkt und angemessen zunimmt.

Wann wird flüssiger Stuhl zum Problem?

Nicht jeder weiche Stuhl ist gleich Durchfall. Allerdings gibt es klare Warnsignale, die auf problematischen Durchfall hindeuten:

Von medizinisch relevantem Durchfall spricht man, wenn das Baby innerhalb von 24 Stunden mehr als fünfmal einen flüssigen Stuhl mit ungewöhnlicher Menge, Farbe oder Geruch hat. Hat Ihr Kind normalerweise selten Stuhlgang, können auch drei Stuhlgänge in 24 Stunden auf Durchfall hindeuten.

Besondere Aufmerksamkeit erfordern:

  • Grün-schaumiger Stuhl mit stechendem Geruch (länger als einen Tag)

  • Sehr plötzlich auftretende große Mengen wässrigen Stuhls

  • Schwarzer Stuhl ohne vorherige Eisengabe

  • Weißlicher, entfärbter Stuhl

  • Blut im Stuhl

Durchfall ist immer mit einem Verlust an Flüssigkeit und Salzen verbunden. Besonders bei Säuglingen kann dies schnell zur Austrocknung des Körpers führen und dadurch gefährlich werden. Daher ist bei anhaltendem Durchfall ein Arztbesuch notwendig – je jünger das Kind, desto früher sollten Sie medizinischen Rat einholen, da kleine Babys schnell zu viel Flüssigkeit verlieren können.

Häufige Ursachen für Durchfall

Die Ursachen für Durchfall bei Babys sind vielfältig. Verständnis über die häufigsten Auslöser hilft Eltern, angemessen zu reagieren und die richtige Behandlung einzuleiten.

Infektionen durch Viren oder Bakterien

Virale Infektionen sind die häufigste Ursache für Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern. Rotaviren und Noroviren spielen dabei eine besonders große Rolle – etwa 40 Prozent der akuten Durchfallerkrankungen in den ersten fünf Lebensjahren sind durch Rotaviren bedingt. Diese hochansteckenden Erreger werden hauptsächlich durch Schmierinfektionen übertragen, also über kleinste Stuhlreste an Händen, Gegenständen oder Oberflächen.

Rotaviren können mehrere Tage in der Umwelt überleben und somit leicht von einem Kind zum nächsten gelangen. Nach der Ansteckung vergehen etwa ein bis drei Tage, bis die typischen Symptome auftreten: wässrige, manchmal blutige Durchfälle, oft begleitet von Fieber und Erbrechen. Besonders bei Säuglingen kann der resultierende Flüssigkeitsverlust schnell gefährlich werden.

Neben Viren verursachen auch Bakterien etwa 20 Prozent der Durchfallerkrankungen bei Kindern. Zu den häufigsten bakteriellen Auslösern zählen:

  • Escherichia coli (E. coli)

  • Salmonellen

  • Campylobacter

  • Shigellen

  • Staphylokokken

Diese Erreger gelangen meist über verunreinigte Lebensmittel oder Trinkwasser in den Körper des Kindes.

Zahnen, Impfreaktionen und Medikamente

Obwohl häufig angenommen wird, dass Zahnen Durchfall verursacht, ist der Zusammenhang wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Während einige Quellen berichten, dass es während des Zahnens vermehrt zu Durchfällen kommen kann, weisen andere darauf hin, dass Durchfall nicht direkt durch den Zahndurchbruch verursacht wird.

Ein möglicher Grund für diese Beobachtung: Zahnende Babys sabbern verstärkt und stecken viele Gegenstände in den Mund, wodurch mehr Bakterien in den Verdauungstrakt gelangen können. Allerdings sollte anhaltender Durchfall während des Zahnens nicht einfach dem Zahnen zugeschrieben, sondern ärztlich abgeklärt werden.

Auch Medikamente können als Nebenwirkung Durchfall auslösen. Besonders Antibiotika stehen häufig in Zusammenhang mit Verdauungsstörungen. Nach einer Rotavirus-Impfung kann es zudem vorübergehend zu Durchfall und Erbrechen kommen.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten und neue Beikost

Nahrungsmittelallergien oder -unverträglichkeiten sind weitere wichtige Auslöser von Durchfall bei Babys. Die häufigsten Allergene sind Kuhmilch, Hühnerei, Fisch, Soja, Weizen und Nüsse. Reagiert ein Baby allergisch auf bestimmte Nahrungsmittel, zeigt sich dies oft durch Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen und Durchfall.

Besonders die Kuhmilchallergie ist ein häufiger Grund für wiederkehrenden Durchfall bei Säuglingen. Manche Babys entwickeln nach jeder Mahlzeit Durchfall oder leiden mehrere Tage hintereinander darunter. Zusätzlich können weitere Symptome wie Ekzeme, Blähungen, Koliken oder Reflux auftreten.

Darüber hinaus kann die Einführung von Beikost zu Verdauungsstörungen führen. Bei der Umstellung von Milch auf feste Nahrung muss sich das Verdauungssystem des Babys anpassen, was zeitweise zu Durchfall führen kann. Einige Lebensmittel werden anfangs möglicherweise nicht gut vertragen. Beispielsweise können manche Säuglinge vor dem 7. oder 8. Lebensmonat keine Kartoffeln verdauen.

Anhaltender grüner Durchfall nach Einführung der Beikost deutet jedoch eher auf eine Magen-Darm-Infektion hin als auf eine normale Anpassungsreaktion. Sollte der Durchfall länger bestehen oder sich verschlimmern, ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen.

Gefahren und Warnzeichen frühzeitig erkennen

Der Flüssigkeitsverlust durch Durchfall stellt für Säuglinge eine ernsthafte Gefahr dar. Im Vergleich zu Erwachsenen droht Babys deutlich schneller eine gefährliche Austrocknung. Erfahren Sie, worauf Sie achten müssen, um diese Gefahr rechtzeitig zu erkennen.

Wie Dehydrierung entsteht

Eine Dehydrierung (Austrocknung) entsteht, wenn der Körper mehr Flüssigkeit verliert, als er aufnimmt. Bei Durchfall werden große Mengen an Wasser und lebenswichtigen Salzen ausgeschieden. Für Säuglinge ist dies besonders gefährlich, da sie im Verhältnis zu ihrer Körpermasse einen höheren Flüssigkeitsumsatz haben als Erwachsene.

Säuglinge reagieren aus mehreren Gründen empfindlicher auf Flüssigkeitsverluste:

  • Sie haben einen erhöhten Grundbedarf an Flüssigkeit aufgrund ihres schnelleren Stoffwechsels

  • Ihr Verhältnis von Körperoberfläche zu Körpergewicht führt zu stärkerem Wasserverlust durch Verdunstung

  • Sie können ihr Durstgefühl noch nicht mitteilen

Tatsächlich kann ein Baby innerhalb weniger Stunden austrocknen, besonders wenn neben dem Durchfall zusätzlich Erbrechen oder Fieber auftritt. Fieber verstärkt den Flüssigkeitsverlust erheblich und belastet den ohnehin geschwächten Organismus zusätzlich.

Hautfalten-Test und andere Symptome

Der Hautfalten-Test ist eine einfache Methode, um einen Flüssigkeitsmangel zu erkennen: Bilden Sie mit Ihren Fingern am Bauch des Kindes eine Hautfalte. Bleibt diese nach dem Loslassen länger als zwei Sekunden stehen, deutet dies auf einen Flüssigkeitsmangel hin.

Zunächst zeigen sich folgende frühe Anzeichen einer beginnenden Dehydrierung:

  • Trockene Mundschleimhaut und Lippen

  • Weniger nasse Windeln (seltener als alle 6-8 Stunden)

  • Weinen ohne Tränenfluss

  • Trockene Haut

  • Ungewöhnliche Müdigkeit oder Unruhe

Bei Säuglingen sollten Sie besonders auf die Fontanelle (den weichen Bereich am Kopf) achten. Eine eingesunkene Fontanelle ist ein deutliches Warnzeichen für Flüssigkeitsmangel. Darüber hinaus sind eingesunkene Augen und veränderte Hautfarbe weitere Anzeichen einer fortschreitenden Dehydrierung.

Wann Flüssigkeitsverlust kritisch wird

Der Schweregrad der Dehydrierung wird oft anhand des prozentualen Gewichtsverlusts bestimmt:

  • Leichte Dehydration: 3-5% Gewichtsverlust

  • Mittelschwere Dehydration: 6-9% Gewichtsverlust

  • Schwere Dehydration: 10% oder mehr Gewichtsverlust

Sofort ärztliche Hilfe benötigen Sie bei diesen kritischen Anzeichen:

  • Stark eingesunkene Fontanelle und tief liegende Augen

  • Graublaue oder fleckige Haut, besonders an Händen und Füßen

  • Extreme Schläfrigkeit oder ungewöhnliche Unruhe

  • Schnelle, flache Atmung und erhöhter Herzschlag

  • Keine Urinausscheidung über mehrere Stunden

  • Hohes Fieber über 39,5°C

  • Teilnahmslosigkeit oder schrilles Schreien

Besondere Risikogruppen sind Frühgeborene, chronisch kranke Kinder und Säuglinge unter sechs Monaten. Bei diesen Kindern sollte bereits bei ersten Anzeichen von Durchfall die Kinderarztpraxis kontaktiert werden.

Infolgedessen ist die Flüssigkeitszufuhr bei Durchfall entscheidend. Um den Verlust auszugleichen, muss Ihr Kind viel trinken, am besten immer wieder in kleinen Mengen. Schon bei Anzeichen einer leichten Austrocknung sollten Sie jedoch nicht zögern, ärztlichen Rat einzuholen.

Ein schnelles Erkennen der Warnzeichen kann lebensbedrohliche Komplikationen verhindern. Der Flüssigkeitsverlust kann nämlich zu Kreislaufproblemen, Elektrolytstörungen und im Extremfall sogar zu Nierenversagen führen. Je früher Sie handeln, desto besser sind die Aussichten auf eine schnelle Genesung Ihres Kindes.

Erste Hilfe zu Hause: Was Eltern tun können

Bei akutem Durchfall zählt für Ihr Baby jede Minute. Die richtige Versorgung zu Hause kann entscheidend sein, um eine gefährliche Austrocknung zu verhindern und das Wohlbefinden Ihres Kindes wiederherzustellen. Mit einigen gezielten Maßnahmen können Sie Ihr Kind optimal unterstützen.

Stillen und Flaschennahrung richtig fortsetzen

Entgegen früherer Annahmen ist es heute medizinisch erwiesen: Das Weiterfüttern während einer Durchfallerkrankung ist essenziell. Stillbabys sollten unbedingt weitergestillt werden, idealerweise sogar häufiger als gewöhnlich. Die Muttermilch liefert nicht nur wertvolle Flüssigkeit, sondern enthält zudem wichtige Abwehrstoffe, die Ihrem Baby bei der Bekämpfung der Krankheitserreger helfen.

Bei Flaschenkindern gilt: Die Säuglingsnahrung sollte fortgesetzt werden, allerdings zunächst in verdünnter Form. Nach etwa vier Stunden ausschließlicher Flüssigkeitszufuhr können Sie wieder zur normalen Flaschennahrung übergehen. Obwohl einige Quellen empfehlen, die Milchnahrung durch Tee zu ersetzen, raten neuere Studien dazu, lediglich die Flaschenfütterung mit zusätzlichen Flüssigkeitsgaben zu ergänzen.

Geeignete Getränke und Elektrolytlösungen

Zunächst ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr das A und O. Zwischen den Mahlzeiten können Sie Ihrem Baby Kamillen- oder Fencheltee anbieten, um die gereizte Darmschleimhaut zu beruhigen. Besonders wirksam sind jedoch spezielle Elektrolytlösungen, die den Verlust an Mineralstoffen ausgleichen.

In Apotheken erhalten Sie fertige Elektrolytpräparate wie Elotrans® oder Oralpädon®. Diese enthalten sowohl Zucker als auch Salze, die für zahlreiche Stoffwechselvorgänge benötigt werden und in Kombination besser über den Darm ins Blut gelangen. Falls keine fertigen Präparate verfügbar sind, können Sie nach WHO-Empfehlung eine einfache Elektrolytlösung selbst herstellen:

  • 4 Teelöffel Zucker (Saccharose)

  • ¾ Teelöffel Kochsalz

  • 1 Tasse Orangensaft (für Kalium)

  • 1 Liter Wasser

Allerdings sollten selbst hergestellte Elektrolytlösungen bei Babys und Kleinkindern nur mit Vorsicht angewendet werden, da die Mischungsverhältnisse schwanken können.

Hausmittel wie Karottensuppe oder Apfel

Besonders bewährt hat sich die Moro'sche Karottensuppe, die Anfang des 20. Jahrhunderts vom Kinderarzt Ernst Moro entwickelt wurde. Diese wird folgendermaßen zubereitet:

  1. 500 g geschälte Karotten in kleine Stücke schneiden

  2. Mit 1 Liter Wasser mindestens 90 Minuten köcheln lassen

  3. Die gargekochten Karotten mit dem Kochwasser pürieren

  4. Mit frischem Wasser auf genau 1 Liter auffüllen

  5. 3 g Kochsalz (etwa 1 gestrichener Teelöffel) zugeben und gut verrühren

Beim langen Kochen der Karotten entstehen spezielle Oligogalacturonsäuren, die krankmachende Bakterien binden, bevor sie an der Darmwand andocken können. Dadurch werden die Erreger schneller ausgeschieden.

Darüber hinaus hat sich für Kinder, die bereits feste Nahrung zu sich nehmen, geriebener Apfel bewährt. Der im Apfel enthaltene Ballaststoff Pektin kann Flüssigkeit im Darm binden und den Stuhl somit fester machen. Wichtig hierbei: Die Äpfel sollten mit Schale gerieben werden, da das Pektin vor allem in der Schale und im Kerngehäuse sitzt.

Hautpflege im Windelbereich

Durchfall reizt die empfindliche Haut im Windelbereich erheblich. Häufiges Windelwechseln ist daher unerlässlich, um einen wunden Po zu vermeiden. Folgende Maßnahmen helfen, die Haut zu schützen:

  • Wechseln Sie die Windel sofort nach jeder Stuhlentleerung

  • Reinigen Sie den Windelbereich sanft mit lauwarmem Wasser oder Öl, ohne stark zu reiben

  • Lassen Sie den Po zwischendurch an der Luft trocknen

  • Verwenden Sie eine zinkhaltige Wundcreme zum Schutz der Haut

Zinkhaltige Salben wirken nicht nur gegen Krankheitserreger und Entzündungen, sondern fördern zusätzlich die Wundheilung und schützen die Haut vor weiteren Reizungen.

Entscheidend ist, dass Sie bei anhaltendem Durchfall nicht zögern, ärztlichen Rat einzuholen – besonders wenn Ihr Baby jünger als sechs Monate ist oder zusätzlich unter Erbrechen, Fieber oder Trinkverweigerung leidet.

Wann Sie mit Ihrem Baby zum Arzt müssen

Bestimmte Symptome bei Durchfall erfordern sofortige ärztliche Hilfe. Bei folgenden Warnzeichen sollten Sie nicht zögern, einen Kinderarzt aufzusuchen.

Blutiger oder weißer Stuhl

Blutige Durchfälle (mehr als nur einzelne Blutfäden) sind immer ein Grund, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen. Besonders alarmierend ist die Kombination aus Blut im Stuhl und zusätzlichen Symptomen wie Fieber oder Schmerzen.

Ebenso bedenklich ist weißer oder entfärbter Stuhl. Dieser kann auf eine Störung des Gallenflusses oder eine Lebererkrankung hinweisen. Insbesondere wenn Sie Ihr Kind stillen und es weißen Stuhlgang hat, sollten Sie umgehend medizinische Hilfe suchen. Im ersten Lebensmonat könnte entfärbter Stuhl auf eine Gallengangatresie hindeuten, die schnellstmöglich behandelt werden muss.

Hohes Fieber, Erbrechen oder Trinkverweigerung

Hohes Fieber über 39,5°C in Verbindung mit Durchfall erfordert sofortige ärztliche Betreuung. Säuglinge unter drei Monaten sollten bereits bei einer Körpertemperatur über 38°C einem Arzt vorgestellt werden.

Unstillbares Erbrechen oder die Kombination aus Erbrechen, Fieber und Durchfall stellt eine besondere Gefahr dar. Folglich ist die Trinkverweigerung trotz Anzeichen der Austrocknung ein absoluter Notfall, der häufig einen Krankenhausaufenthalt erforderlich macht.

Sehr häufiger Stuhlgang oder auffälliges Verhalten

Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Ihr Säugling mindestens vier Mal wässrigen Stuhlgang oder Ihr Kleinkind mindestens sechs Mal wässrigen Stuhlgang innerhalb von 24 Stunden hat. Darüber hinaus gilt bei über 8-10 Stühlen pro Tag grundsätzlich: Ab zum Arzt.

Auffälliges Verhalten wie Hinfälligkeit, Gereiztheit, schrilles Schreien oder Trinkschwäche sind ebenso Warnsignale. Zudem sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen, wenn sich der Zustand Ihres Kindes trotz der bisherigen Behandlung verschlechtert.

Was der Arzt untersucht und wie er behandelt

Der Arzt erhebt zunächst die Krankengeschichte und fragt nach genauen Symptomen und deren Verlauf. Danach folgt eine körperliche Untersuchung, bei der besonders auf Anzeichen einer Dehydrierung geachtet wird.

Eventuell werden Stuhl- oder Blutproben genommen, um die genaue Ursache festzustellen. Hierfür kann es hilfreich sein, eine gefüllte Windel mitzubringen.

Bei leichtem Durchfall rät der Arzt meist zum Abwarten und zur ausreichenden Flüssigkeitszufuhr, eventuell mit Elektrolytpräparaten. Bei starkem Flüssigkeitsverlust oder Trinkverweigerung kann jedoch ein kurzer Krankenhausaufenthalt mit intravenöser Flüssigkeitszufuhr notwendig werden.

Schlussfolgerung

Durchfall bei Babys stellt zweifellos eine beunruhigende Situation für Eltern dar. Dennoch können Sie mit dem richtigen Wissen schnell und angemessen reagieren. Als Erstes sollten Sie typische Anzeichen von Durchfall erkennen und zwischen normalem weichen Stuhl – besonders bei gestillten Babys – und tatsächlichem Durchfall unterscheiden.

Besonders wichtig bleibt die kontinuierliche Flüssigkeitszufuhr, um gefährlicher Austrocknung vorzubeugen. Stillen Sie daher unbedingt weiter oder führen Sie die Flaschennahrung fort, ergänzt durch spezielle Elektrolytlösungen oder bewährte Hausmittel wie die Moro'sche Karottensuppe.

Achten Sie außerdem aufmerksam auf Warnzeichen wie eingesunkene Fontanelle, trockene Schleimhäute oder weniger nasse Windeln. Bei blutigen Durchfällen, hohem Fieber oder Trinkverweigerung zögern Sie nicht – suchen Sie sofort ärztliche Hilfe.

Die gute Nachricht: Die meisten Durchfallerkrankungen bei Babys klingen innerhalb weniger Tage wieder ab. Mit sorgfältiger Pflege, ausreichender Flüssigkeitszufuhr und rechtzeitiger medizinischer Betreuung werden die allermeisten Babys schnell wieder gesund. Das Wissen aus diesem Ratgeber gibt Ihnen die nötige Sicherheit, um ruhig und kompetent zu handeln, wenn Ihr Kind betroffen ist.

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Hinweis / Disclaimer:

Die Inhalte dieses Blogs dienen ausschließlich der allgemeinen Information zu Themen wie Gesundheit, Ernährung, Schwangerschaft und ähnlichem. Sie ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung durch Ärztinnen und Ärzte oder andere qualifizierte Fachpersonen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden oder Nachteile, die durch die Nutzung der hier bereitgestellten Informationen entstehen. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden wenden Sie sich bitte stets an eine medizinische Fachkraft.

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